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Endometriose



Erkrankungen der Geschlechtsorgane

Endometriose

Definiert wird diese Veränderung (keine eigentliche Erkrankung) als das Vorkommen von Gebärmutterschleimhaut oder ihr ähnlichem Gewebe außerhalb der Gebärmutterhöhle. (z.B. an Eierstöcken, Blase, Mastdarm, etc.) Aus klinischer Sicht ist diese „Erkrankung“ deshalb von besonderer Bedeutung, da sie zum einen bei der betroffenen Frau erhebliche Beschwerden verursachen kann, zum anderen bei Sterilitätspatientinnen in ca. 40-60% die Ursache für deren Unfruchtbarkeit darstellen. Die klinische Untersuchung, bei den bildgebenden Verfahren der Ultraschall, die Computertomographie (CT) und die Magnetresonanztomographie (MRT) stellen die diagnostischen Basisverfahren dar, wobei die definitive Diagnose nur durch einen minimal-invasiven diagnostischen Eingriff wie z.B. die Laparoskopie, gestellt werden kann. Die Bauchspiegelung ist der „golden standard“ in der Diagnosestellung und bildet oftmals auch die Möglichkeit, mit diesem einzeitigen, minimalinvasiven Eingriff eine adäquate Therapie (Verödung der Endometerioseherde) durchzuführen. Zu den medikamentösen Maßnahmen zählt vorrangig die Hormontherapie mit Gestagenen, Östrogen-Gestagen-Kombinationen, Androgenen oder GNRH-Analoga).

Diese oftmals für die Patientin sehr belastende Erkrankung erfordert vom behandelnden Gynäkologen nicht nur ein besonderes Spezialwissen und eine große Erfahrung beim endoskopischen Operieren, sondern vor allem auch ein hohes Ausmaß an Geduld und Bereitschaft zur engen Zusammenarbeit mit der betroffenen Frau.